Keine Zeit für Stillstand: Experten diskutieren Umsetzung des EU Safe Hearts Plans

Wie kann Deutschland den EU Safe Hearts Plan erfolgreich umsetzen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig stärker in der Gesundheitspolitik verankern?
Diese Frage stand im Mittelpunkt des Round-Tables „Keine Zeit für Stillstand: Warum Deutschland jetzt den EU Safe Hearts Plan umsetzen muss“, zu dem der Im Puls. Think Tank Herz-Kreislauf e.V. am 8. Juli 2026 nach Berlin eingeladen hatte.
Gemeinsam diskutierten hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Medizin und Europa – darunter Dr. Thomas F. Lüscher (Präsident der European Society of Cardiology), Stefan Schreck (Europäische Kommission), Prof. Dr. Ksenja Stach-Jablonski (HMU Potsdam), Jens Näumann (Initiative Herzklappe e.V.) sowie Benjamin Ettle (Novartis Pharma GmbH).
Im Mittelpunkt der Diskussion standen konkrete Ansätze für die nationale Umsetzung des EU Safe Hearts Plans. Dabei wurde deutlich, dass Deutschland von erfolgreichen Best-Practice-Beispielen im eigenen Land und anderer europäischer Länder lernen kann – insbesondere bei der Entwicklung nationaler Herz-Kreislauf-Strategien, der strukturierten Prävention und einer langfristigen politischen Verankerung.
Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden die Frage, wie Verantwortlichkeiten zwischen Bund, Ländern und den Akteuren des Gesundheitswesens klar definiert werden können und welche Finanzierungsmodelle erforderlich sind, um Präventionsmaßnahmen nachhaltig umzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt war das Potenzial von Gesundheitsdaten und Big Data für Forschung, Prävention und eine zielgerichtete Versorgung von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Der Round-Table machte deutlich: Mit dem EU Safe Hearts Plan liegt ein gemeinsamer europäischer Rahmen vor. Nun gilt es, diesen mit konkreten Maßnahmen, ausreichenden Ressourcen und einer klaren nationalen Strategie zu hinterlegen, damit Deutschland die Chance nutzt, die Herz-Kreislauf-Gesundheit nachhaltig zu verbessern.
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