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DNGfK-Preis 2010

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Preisträger 2009

 

Dauerhafte Umsetzung von Betrieblicher Gesundheitsförderung gewürdigt


Der DNGfK-Preis stand 2009 unter dem Motto: „Betriebliche Gesundheitsförderung dauerhaft umsetzen – Ideen für die Zukunft“.
Den ersten Platz erreichte das Evangelische Krankenhaus Mettmann GmbH mit dem Projekt „Vom Institut für Gesundheitsförderung in eine nachhaltige betriebliche Gesundheitsförderung“. Den zweiten Platz belegte das DAKMoS-Netzwerk der Schön-Kliniken. Auf den Dritten Platz kam die Klinik Niedersachsen in Bad Nenndorf mit ihrem Umsetzungskonzept.

Insgesamt wurden 16 Beiträge aus Einrichtungen unterschiedlichster Größe eingereicht. Die sechsköpfige Jury, die aus Vertretern der Partnerorganisationen für den DNGfK-Preis bestand, hatte zu bewerten, inwieweit die Projekte und Maßnahmen einen möglichst umfassenden Ansatz zur Mitarbeiterorientierung verfolgten. Um im Wettbewerb zu bestehen, mussten die Beiträge nachweisen, dass das Thema in die Gesamtstrategie eingebunden ist (z.B. im Leitbild), dass es eine Steuerungs- oder Arbeitsgruppe gibt und diese berufsgruppen- und hierarchieübergreifend besetzt ist und dass das Thema mit der Personalentwicklung und dem Qualitätsmanagement verknüpft ist.

Auf operationaler Ebene wurde geprüft, ob Verhaltens- und Verhältnisspezifische Veränderungen angestrebt sind und ob es Maßnahmen zu positiven Lebensstilbeeinflussung oder zur Entwicklung von Sozialkompetenz gibt. Die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter/innen standen ebenfalls auf der Kriterienliste.

Schließlich wurde im Sinne der Nachhaltigkeit geprüft, ob eine Analyse des Ist-Zustandes vorliegt, ob Mitarbeiterbefragungen durchgeführt und ausgewertet werden und ob daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden.

In der Jury waren vertreten: Dr. Gregor Breucker vom BKK-Bundesverband und dem Deutschen Netz Betriebliche Gesundheitsförderung, Dirk Flöter vom Bundesverband der Pflegeberufe (DBfK), Stefanie Joeres vom Deutscher Evangelischen Krankenhaus Verband (DEKV), Annabelle Neudam vom Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK), Günter Schigulski vom Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) sowie Stefan Schwarzwälder von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) / Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)

1. Preis: Evangelisches Krankenhaus Mettmann


Seit 1999 ist das Evangelische Krankenhaus Mettmann Mitglied im Deutschen Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser. Im Gleichen Jahr wurde dort auch das Institut für Gesundheitsförderung gegründet, das die Basis für erfolgreiche Arbeit in der Gesundheitsförderung gelegt hat.

Die Bewerbung und die Darstellung zum DNGfK-Preis zeigten sehr deutlich, wie die Entwicklung von Gesundheitsförderung in der Einrichtung mit der Mitgliedschaft im Netz verknüpft ist. In verschiedenen Etappen hat sich das Krankenhaus immer wieder neue Ziele gesetzt und diese nach und nach umgesetzt.

Es wurde deutlich, dass das Thema Gesundheitsförderung seit Jahren auf der Tagesordnung der Einrichtung steht und mit jedem neuen Projekt strukturierter angegangen wurde. Betriebliche Gesundheitsförderung ist in das Leitbild integriert und bildet die Basis für alle weiteren Aktivitäten. Es gibt eine verantwortliche Projektgruppe, die berufsgruppenübergreifend besetzt ist und in der alle Hierarchieebenen bis zum Geschäftsführer vertreten sind.

Der Schwerpunkt der Maßnahmen in Mettmann liegt im Bereich der Verhaltensprävention. Dies war im Übrigen bei fast allen Bewerbern die Tendenz. Besonders zu erwähnen ist, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung speziell geschult werden. So gibt es Moderatoren für Problemthemen und eine von der bgw qualifizierte Koordinatorin für betriebliches Gesundheitsmanagement. Dies deutet darauf hin, dass sich das Evangelische Krankenhaus in Mettmann selbst Expertise verschafft und eigene Erfahrungen nützt, ohne auf externe Dienstleister angewiesen zu sein.

Schließlich konnten auch regelmäßige Befragungen bereits über mehrere Jahre nachgewiesen werden, aus denen Ableitungen für die Weiterentwicklung des Themas deutlich wurden.

Ansprechpartnerin: Ursula-Johanna Klugstedt, U.J.Klugstedt@evk-mettmann.de

 

2. Preis: DAKMoS-Netzwerkprojekt / Schön-Kliniken


Die Schön Kliniken sind eine der größten inhabergeführten Klinikgruppen in Deutschland. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Orthopädie, Neurologie, Psychosomatik, Chirurgie und Innere Medizin.

Das besondere an der vorgelegten Strategie ist die Arbeit in einem Netzwerk. Auf diese Weise wird die Problematik von 17 verschiedenen Standorten berücksichtigt. Bereits vorhandene innerbetriebliche Strukturen, Instrumente, Erfahrungen, Stärken und Schwächen wurden für alle Standorte mit Hilfe von Externen analysiert. Durch die Zusammenarbeit im DAKMoS-Netzwerk und die externe Anbindung entsteht eine unabhängige Stelle, die auch in Problemfällen zwischen den Beteiligten vermitteln kann.

In Workshops wurden die Mission und die Leitlinien für alle Einrichtungen beschrieben. Es gibt einen zentralen und regionale Arbeitskreise, die sich mit der Umsetzung der Ziele beschäftigen und berufsgruppen- und hierarchieübergreifend besetzt sind.

Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt in den Bereichen der Verhaltens- und Verhältnisprävention und deckt damit bereits einen großen Teil der Anforderungen des DNGfK-Preises ab. Zudem werden auch Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt. Verbesserungsbedarf sah die Jury bei der Förderung der berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit und auch bei den Möglichkeiten zur Lebensstilentwicklung.

Besonders zu erwähnen ist allerdings, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung speziell geschult werden und zu BGM-Koordinatoren ausgebildet werden.

Durch regelmäßige Ist-Analysen werden die Handlungsbedarfe herausgearbeitet und die Maßnahmen dann in Befragungen ausgewertet. So wird auch das Erfordernis der Nachhaltigkeit erfüllt.

Ansprechpartner: Dalibor Teresak, dalibor.teresak@motio.de

 

3. Preis: Klinik Niedersachsen


Die Klinik Niedersachsen ist eine Vorsorge- und Rehabilitationsklinik mit mittlerweile über 50-jähriger Tradition. Die Entwicklung vollzog sich in den letzten Jahrzehnten von der ehemaligen "Kurklinik", die ausschließlich Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung zum Erhalt und zur Wiederherstellung der beruflichen Leistungsfähigkeit behandelte, hin zum interdisziplinären Rehabilitationszentrum für die Indikationsbereiche Orthopädie, Neurologie und Innere Medizin mit den Ausprägungen Angiologie und Rheumatologie.

Die Klinik Niedersachsen hat innerhalb ihrer Bewerbung das umfassendste Leitbild zur Mitarbeiterorientierung vorgelegt. Dieses lässt erkennen, dass es nicht nur um die Mitarbeiterzufriedenheit geht, um die Dienstleistung zu verbessern. Es werden auch Komponenten der Wertschätzung und der Zusammenarbeit mit eingearbeitet. Dies zieht sich dann auch durch in den konkreten Maßnahmen auf operativer Ebene. Es wurden Maßnahmen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention, sowie zur Entwicklung eines gesunden Lebensstils über den Beruf hinaus vorgestellt. Das Besondere bei der Entwicklung der Angebote ist der Blick auf einen ganzheitlichen Ansatz, der Körperliches, Psychisches und Soziales Wohlbefinden miteinander verknüpfen soll.

Sehr gut sind die Analysen dargestellt, die zur Vorbereitung von Maßnahmen durchgeführt werden. Es ist besonders wichtig, dass Projekte der Mitarbeiterorientierung auf Bedarfsanalysen beruhen, da ansonsten schnell Projekte mit der „Gießkanne“ produziert werden. Ein Stolperstein für so manche Projekteinreichung in diesem Jahr.

 

Ansprechpartner: Karsten Thren, k.thren@klinikniedersachsen.de