Die Preisträger 2007:
Die Krankenhausbetriebsleitung hat den großem Wert von gesunden Pausen auch zur Bewältigung von zukünftigen Anforderungen erkannt. Über eine Befragung der MitarbeiterInnen werden die Wünsche zur gesunden Pausengestaltung erfasst. Als Ergebnis der Befragung wurden einerseits Problemfelder beschrieben, die bei der Umsetzung besonders zu berücksichtigen sind, z.B. organisatorische Hindernisse und mangelnde Wertschätzung von Pausen. Dabei werden die Besonderheiten z.B. Schichtdienst und anfallende Kosten oder Aufwand bei der Planung in Ansätzen berücksichtigt. Die Umsetzung schafft sowohl strukturelle als auch personenbezogene Veränderungen. Hervorzuheben ist die Breite und leichte Zugänglichkeit des Angebotes, so dass sich für sehr viele MitarbeiterInnen gesündere Pausengestaltungen nach individuellen Präferenzen ermöglichen. Angebote sind: Räume für Entspannung und Kursangebot, gesunde Ernährung zu günstigem Preis (Obstteller, Müsliteller, Salatteller, Mediterranes Menü) das für jede Schicht auch auf die Stationen geliefert werden kann. Als Bewegungsangebot wurden Möglichkeiten für kurze Spaziergänge geschaffen. In einem Aktionstag am 12. September soll das Gesamtangebot zusätzlich den Mitarbeitern vorgestellt werden. Es wurden Messgrößen für den Erfolg des Konzeptes erstellt, die nach 6 Monaten überprüft werden. Die Transferfähigkeit des Vorgehens wird als sehr hoch eingeschätzt.
Das Projekt "Bewegte Pause" ist in das bereits etablierte Gesundheitsmanagement "Gesundheit stiften im SKM" integriert und hat den Schwerpunkt Bewegung zu fördern. Die Zielsetzung begründet sich auf einem Betrieblichen Gesundheitsbericht und umfasst weiterhin den Umgang mit psychosozialen Belastungsfaktoren sowie die Förderung des Nichtrauchens. In drei unterschiedlichen Pilotbereichen (Intensivstation, Verwaltung und Rehafit) wurden sehr klar strukturierte Bewegungspausen geschaffen, die dort fest in den Tagesablauf integriert sind. Damit werden (wahrscheinlich) mehr Mitarbeiter vor Ort erreicht als in befristet angebotenen Kursen. Um die Nachhaltigkeit zu sichern wurden Multiplikatoren vor Ort geschult, Trainerleitfäden und Plakate mit Kurzanleitungen erstellt. Die Umsetzung ist für das gesamte Klinikum in Stufen geplant, wobei hier vorerst nur die Pflege befragt wurde. Die Stärke des Projektes wird in der Verbindlichkeit gesehen. Der Focus auf das Thema Bewegung stellt sicher eine Einschränkung aber auch eine Zielgerichtetheit dar. Vor allem wenn man berücksichtigt, dass dieses Projekt in ein sehr umfassendes, bereits etabliertes betriebliches Gesundheitsmanagement integriert ist.
Das Projekt wird zum Teil genutzt, um bereits vorhandene Aktionen für eine systematische Förderung von gesunden Pausen zu etablieren. Hervorzuheben ist die Ehrlichkeit und damit das hohe und differenzierte Problembewusstsein mit der die Hindernisse und Schritte zur Realisierung des Projektes beschrieben werden. Das Projekt ist eingebunden in die Entwicklung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements und es werden Strukturen des Qualitätsmanagements genutzt. Eine Führungskräfteschulung in "Gesundheitsgerechter Mitarbeiterführung" hatte schon zu einem früheren Zeitpunkt das Thema Pause behandelt und es konnte auf die Inhalte der Fortbildung aufgebaut werden. Die Ergebnisse einer kleinen Mitarbeiterbefragung werden im "Forum Gesundheit" bearbeitet. Dies hat zur Wiederbelebung und Neuorganisation von schon bestehenden Aktionen geführt. Plakate wurden erstellt, um auf die Angebote zu Ernährung, Bewegung und Kurzentspannung hinzuweisen. Das Projekt erscheint vielseitig und auch für Motivierte gut nutzbar und zugänglich. Das Vorgehen und die Ideen, auch in der Vernetzung mit externen Partnern, erscheinen gut transferfähig.